• Menschen machen Frieden
 

Veranstaltungen

Fr 08.10.2010 - Sa 10.10.2020:
pax christi-Diözesanversammlung 2010

So 10.10.2010, 10:30 Uhr:
Gedenkgottesdienst für Josef Ruf

Kritik an Israels Politik kein Tabu

Evelyn Hecht-Galinski zum Beitrag Deutschlands für den Frieden im Nahen Osten
Evelyn Hecht-Galinksi forderte bei der Diözesanversammlung der internationalen katholischen Friedensbewegung Pax Christi in der Diözese Rottenburg-Stuttgart am vergangenen Wochenende in der ehem. Synagoge Freudental, dass Kritik an der Politik Israels in den besetzten Gebieten des Westjordanlandes und an den Menschenrechtsverletzungen gegenüber den Palästinensern auch in Deutschland kein Tabu sein dürfe. Es sei eine Pflicht, das an den Palästinensern durch die Besatzungsmacht Israel begangene Unrecht zu kritisieren. Das Schweigen in Deutschland müsse ein Ende haben.

Frau Hecht-Galinski, die Tochter des früheren Präsidenten des Zentralrats der Juden in Deutschland Heinz Galinski, ist Mitglied der „Jüdischen Stimme für einen gerechten Frieden in Nahost“.

Sie verteidigte die Kritik deutscher katholischer Bischöfe im Frühjahr dieses Jahres an der israelischen Besatzungspolitik. Zugleich forderte sie die deutsche Politik und die Öffentlichkeit auf, das Unrecht der Besatzung und des andauernden Siedlungsbaus und israelischer Gebietsansprüche in den besetzten Gebieten des Westjordanlandes nicht „tatenlos hinzunehmen“ und mit „rechtsstaatlichen Mitteln gegen dieses Unrecht zu protestieren“.

Die universalen Maßstäbe der Menschenrechte und des Völkerrechts seien auch zur Beurteilung des Nahostkonflikts heranzuziehen. Sie ermutigte die Medien in Deutschland, die Politik Israels an diesen Maßstäben kritisch zu messen – und kritisierte die unkritische Kommentierung der Politik Israels in vielen deutschen Medien.

Die Diözesanversammlung verurteilte aufs Entschiedenste die Grabschändungen der vergangenen Woche auf dem jüdischen Friedhof in Freudental.

 

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