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Veranstaltungen

Fr 08.10.2010 - Sa 10.10.2020:
pax christi-Diözesanversammlung 2010

So 10.10.2010, 10:30 Uhr:
Gedenkgottesdienst für Josef Ruf

Pax Christi Rottenburg-Stuttgart sagt Nein zum Krieg in Afghanistan

Pax Christi-Mitgliederversammlung gegen die Verlängerung und Ausweitung des Afghanistanmandats der Bundeswehr
Die Mitgliederversammlung der kath. Friedensbewegung pax christi in der Diözese Rottenburg-Stuttgart forderte am vergangenen Wochenende in Eberhardzell die Abgeordneten des deutschen Bundestags auf, die Verlängerung und Ausweitung des Afghanistanmandats der Bundeswehr abzulehnen.
Eine Beteiligung der Bundeswehr an AWACS-Aufklärungsflügen lehnte pax christi ab, da diese direkt in die offensive Kriegsführung der US-amerikanischen Streitkräfte im Rahmen der „Operation Enduring Freedom (OEF)“ eingebunden sein werden.

Die Bundeswehr befände sich - so pax christi - de facto in Afghanistan im Kriegseinsatz. Die Rahmenbedingungen dieses nicht gewinnbaren Krieges in Afghanistan sind durch den "Krieg gegen den Terrorismus" der US-Armee gegen die Taliban geprägt.
Die afghanische Zivilbevölkerung kann immer weniger zwischen der tödlichen Kriegsführung der US-Armee und den militärischen Aktivitäten der UN-Truppen (ISAF), an denen die Bundeswehr maßgeblich beteiligt ist, unterscheiden.

Mit einer Verlängerung und Ausweitung des Bundeswehrmandats wird Deutschland immer tiefer in die kriegerische Dynamik in Afghanistan hineingezogen. Die Beteiligung an diesem Krieg sei, so pax christi, aus der Sicht der christlichen Friedensethik völlig unverantwortlich. pax christi Rottenburg-Stuttgart zeigte sich schockiert, dass die deutsche Bundeswehr bereits mehrfach unbeteiligte afghanische Zivilisten tötete.
Daher fordert pax christi die Bundesregierung auf, umgehend eine glaubwürdige Exit-Strategie zum Rückzug der Bundeswehr aus Afghanistan zu realisieren. Deutschland solle seiner internationalen Verantwortung durch Konzentration auf den zivilen (Wieder-)Aufbau in Afghanistan nachkommen.

pax christi kritisierte weiterhin die offensive Kriegsstrategie der Vereinigten Staaten in Afghanistan, die zu einer großen Zahl von Opfern in der Zivilbevölkerung führt. Die tödlichen US-Kampfeinsätze verschaffen den islamistischen Taliban, die zu bekämpfen das ursprüngliche Ziel der USA war, wachsenden Rückhalt in der afghanischen Bevölkerung.

Clemens Ronnefeldt, Referent für Friedensfragen beim deutschen Zweig des Internationalen Versöhnungsbundes, äußerte in seinem Vortrag bei der pax christi-Mitgliederversammlung den Verdacht, dass das strategische Interesse des Westens an freien Transportwegen für Öl und Gas aus Mittelasien unter Umgehung Russlands und des Irans, ein wesentliches Motiv für den seit 7 Jahren andauernden Krieg in Afghanistan ist.
Aufgrund seiner geografischen Lage sei Afghanistan ein herausragendes Transitland für Öl und Gas aus der Region der kaspischen Meeres zu den Hafenstädten am arabischen Meer.

Die internationale katholische Friedensbewegung Pax Christi setzt sich ein für Abrüstung, Versöhnung und eine zivile Friedenspolitik.


Kontakt und weitere Informationen:
Stefan Schneider, Pax Christi-Bistumsstelle Rottenburg-Stuttgart
Postfach 70 01 37, 70571 Stuttgart
paxchristi.rs[at]gaia.de
Tel.: 0711/9791-216, Fax: 0711/9791-159

Fotos von der Pax Christi-Diözesanversammlung sind bei der Pax Christi-Bistumsstelle Rottenburg-Stuttgart erhältlich.

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