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Kampagne Schulfrei Titel.JPG

pax christi

menschen machen frieden - mach mit.

Unser Name ist Programm: der Friede Christi. 

pax christi ist eine ökumenische Friedensbewegung in der katholischen Kirche. Sie verbindet Gebet und Aktion und arbeitet in der Tradition der Friedenslehre des II. Vatikanischen Konzils. 

Der pax christi Deutsche Sektion e.V. ist Mitglied des weltweiten Friedensnetzes Pax Christi International.

Entstanden ist die pax christi-Bewegung am Ende des II. Weltkrieges, als französische Christinnen und Christen ihren deutschen Schwestern und Brüdern zur Versöhnung die Hand reichten. 

» Alle Informationen zur Deutschen Sektion von pax christi

Bündnis "Schulfrei für die Bundeswehr"

Hier finden Sie Informationen zum baden-württembergweiten Bündnis "Schulfrei für die Bundeswehr - Lernen für den Frieden", das von pax christi Rottenburg-Stuttgart mitgetragen wird.

Wer wir sind. Wie wir arbeiten. Welche Ziele wir verfolgen.


Wir verstehen uns als landesweiten Zusammenschluss von antimilitaristischen, pazifistischen, kirchlichen und gewerkschaftlichen Organisationen. Am Beispiel Schule klären wir über die Militarisierung der Gesellschaft auf und setzen uns gegen die Präsenz der Bundeswehr in Schulen in Baden-Württemberg ein.

Die konkrete Arbeit des Bündnisses richtet sich gegen die Kooperationsvereinbarung zwischen Bundeswehr und Kultusministerium, die Jugendoffizieren privilegierten Zugang zu Schulen ermöglicht. Darüber hinaus kritisieren wir die Werbemaßnahmen der Karriereberater*innen, die sich an Jugendliche richten. Wir motivieren Schulen in Baden-Württemberg sich als „militärfrei” zu erklären, regen Austausch und Diskussionen zum Thema an und bringen Proteste und Aktionen voran, um eine breitere Öffentlichkeit für das Thema zu gewinnen.

Wir kritisieren die Praxis der Jugendoffiziere, einseitig über die Sicherheitspolitik der Bundesregierung zu informieren und die Auslandseinsätze der Bundeswehr zu legitimieren. Unseren Aktivitäten liegt die Überzeugung zugrunde, dass SchülerInnen nicht für den Dienst an der Waffe angeworben werden sollen, sondern lernen, wie Konflikte gewaltfrei ausgetragen werden können, und befähigt werden, sich für die Menschenrechte einzusetzen und solidarisch zu leben. Ganz im Sinne von Art. 24 (2) des Grundgesetzes der Bundesrepublik Deutschland und Art. 12 der Landesverfassung Baden-Württemberg (Erziehung zur Friedensliebe). 

Hier finden Sie ein Video zur Protestaktion des Bündnisses (damals noch Kampagne) auf der Bildungsmesse "didacta" im Februar 2017 in Stuttgart.

Struktur

Das Bündnis „Schulfrei für die Bundeswehr. Lernen für den Frieden“ ist ein landesweiter Zusammenschluss von Einzelpersonen, Initiativen und Organisationen und ist im Sommer 2018 aus der Kampagne „Schulfrei für die Bundeswehr. Lernen für den Frieden“ hervorgegangen.


Arbeitsweise

Das Bündnis bietet eine Plattform für strategische Vernetzung, Bündelung von Aktivitäten, gemeinsamer Recherche und Austausch. Je nach aktueller politischer Situation, konzentrieren wir unsere Aktivitäten auf spezifische Anlässe und Themen. Wir stellen Hintergrundmaterial zur Verfügung und unterstützen Schüler*innen, Lehrer*innen, Referendar*innen, Eltern und Friedensgruppen, die sich gegen den Einsatz von Jugendoffizieren und Karriereberater*innen an Schulen engagieren wollen. Wir beteiligen uns aktiv an friedenspolitischen und antimilitaristischen Aktivitäten und initiieren eigene Aktionen.

Als zentraler Ort für Absprachen und Austausch dienen Bündnistreffen, die in der Regel alle 2 Monate in der DFG-VK Geschäftsstelle abgehalten werden.


Unsere Ziele

Das Bündnis führt die Arbeit an den übergeordneten Zielen der Kampagne weiter. Diese bilden die inhaltliche Grundlage aller Aktivitäten im Rahmen der Bündnisarbeit.

Bündnismitglieder…

  1. setzen sich für eine Kündigung der Kooperationsvereinbarung zwischen Bundeswehr und Kultusministerium ein.
  2. sensibilisieren über die Militarisierung der Gesellschaft insbesondere am Beispiel Schule und den Werbemaßnahmen der Bundeswehr.
  3. streben eine Stärkung der Friedensbildung an baden-württembergischen Schulen an.


Aktivitätenkatalog

Um die oben genannten Ziele weiter zu verfolgen, gibt es für Mitwirkende im Bündnis eine Vielzahl von möglichen Aktivitäten. Beispiele sind:

  • Organisieren von Protesten vor Schulen und Messen, bei denen Jugendoffiziere und/oder Karriereberater*innen der Bundeswehr eingeladen sind. Darin eingebunden ist wichtige Aufklärungsarbeit mit und für Eltern, Lehrer*innen und Schüler*innen.
  • Organisation und Beteiligung an gewaltfreien Aktionen zum Thema Bildung und Frieden wie Aktionstage, Protestveranstaltungen, Demonstrationen
  • Lobbying: Gespräche und schriftlicher Austausch mit Abgeordneten und Parteien, Verbänden; parlamentarische Anfragen
  • Recherche und Analyse zu Jugendoffizieren, Karriereberater*innen, Minderjährigen bei der Bundeswehr
  • Recherche und Reflexion zu den Themen Friedensbildung, Friedenspädagogik
  • Monitoring von Aktivitäten der Jugendoffiziere und Karriereberater*innen
  • Informations- und Diskussionsveranstaltungen in und außerhalb der Schulen, Aufklärung und Bildung
  • begleitende Medienarbeit, Nutzung der Social Media Kanäle
  • Fundraisingmaßnahmen für die Finanzierung der Bündnisaktivitäten wie Soliparties, Kollekte, Konzerte usw.
  • und vieles mehr…


Mitwirken im Bündnis

Mitglied werden: Eine Einzelperson, Initiative oder Organisation kann jederzeit Mitglied im Bündnis werden, sofern sie sich an den Zielen orientiert.

Was wir erwarten: Bündnismitgliedern nehmen regelmäßige an den Bündnistreffen teil, geben einen finanziellen Beitrag nach Selbsteinschätzung und berichten transparent über (geplante und durchgeführte) Aktivitäten.

Jegliche Formen von Rassismus, Rechtsradikalismus, Sexismus oder Antisemitismus haben bei uns keinen Platz.

Was wir bieten: Das Bündnis bietet feste Räume zum Treffen, Unterstützung bei der Koordination von Abläufen, kollegialen Austausch, Strategieplanung und regelmäßige Evaluation.


Ausblick

Wir nehmen die Landtagswahl 2021 zum Anlass, unsere Aktivitäten zu fokussieren (z.B. indem wir uns im Vorfeld in den politischen Meinungsbildungsprozess einbringen) und um die Bündnisstruktur zu evaluieren.

Weitere Informationen zum Bündnis, seinen Unterstützer*innen sowie Informationen zu Beteiligungsmöglichkeiten oder Materialien finden Sie auf der Internetseite des Bündnisses: www.schulfrei-für-die-bundeswehr.de


pax christi Rottenburg-Stuttgart ist es im Rahmen des Bündnisses insbesondere ein Anliegen, mit jenen ins Gespräch zu kommen, die darüber entscheiden, welche Einflüsse von außen wir alle, als Gesellschaft, am Lernort Schule zulassen möchten. In diesem Zusammenhang wenden wir uns nicht nur an die Verantwortlichen der Bildungspolitik in Baden-Württemberg, wir richten auch Veranstaltungen, z.B. im Format der Podiumsdiskussion, aus, die sich an Schulleiter*innen, Lehrer*innen, Schüler*innen und ihre Eltern richten.